Charrette - ein Verfahren macht Karriere Charrette - konsequent öffentlich planen

"Charrette" - der Name des Verfahrens ist aus dem Französischen entlehnt und bedeutet "Karren". Im Paris des 19. Jahrhunderts wurden die Arbeiten der Studierenden der Kunstakademie zu Semesterabschluss auf einem Karren zur Akademie gebracht. Wer nicht rechtzeitig fertig war, tätigte noch während der Fahrt die letzten Pinselstriche, zumeist unter reger Anteilnahme der Bevölkerung.

Seit den 1990er Jahren wird die Charrette als Planungsmethode vor allem in den USA angewendet. In Deutschland ist das Verfahren noch neu, konnte jedoch bereits erfolgreich auf hiesige Verhältnisse angepasst und weiter entwickelt werden.

Im Bundeswettbewerb Stadtumbau Ost erhielt die Stadt Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt den 1. Preis:
"Die Stadt Gräfenhainichen hat mit der Charrette ein einzigartiges Beteiligungsverfahren erprobt, das zeitlich komprimiert zu anschaulichen Lösungen geführt hat. Das konsequent öffentliche und offene Vorgehen führte zu einer außergewöhnlichen Akzeptanz des Stadtumbaus."
(Michael Kasiske / Garten + Landschaft 2/2003)

Die Charrette in Gräfenhainichen wurde initiiert von Dr. Harald Kegler, Labor für Regionalplanung, gemeinsam mit Gruppe F Landschaftsarchitekten und ts redaktion.


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