Die Charrette in Gräfenheinichen Charrette - konsequent öffentlich planen

Bürger mischen sich ein
Planungsgespräch
Schüler diskutieren mit
Planung
Als 2001 der Bundeswettbewerb Stadtumbau Ost ausgeschrieben wurde, gab der Bürgermeister Gräfenhainichens Harry Rußbült den Anstoss zu einer Charrette in seiner Stadt. Rußbült wollte die Bürger animieren, die lokalen Kräfte und Ressourcen abzurufen und ein nachhaltiges Konzept für den Stadtumbau zu entwickeln. Eine speziell für Gräfenhainichen passende Strategie sollte gefunden werden.

Höhepunkt der Charrette war eine Woche öffentlicher Planung im April 2002. In der zentralen Kapelle der Kleinstadt erarbeiteten Experten aus verschiedenen Planungsdisziplinen mit interessierten Bürgern ein Konzept für die Zukunft der Stadt. Entwickelt wurden städtebauliche Zielstellungen und für die Wohngebiete differenzierte Rückbaustrategien. Für die Umsetzung erster Abschnitte dieser Planung sind noch während des Verfahrens die notwendigen Stadtratsbeschlüsse gefallen. Intensiv beteiligt an den Diskussionen waren die Wohnungsbauträger vor Ort. Inzwischen liegen für einzelne Wohnblöcke konkrete Umbaupläne vor. Ein umfassendes Konzept zur nachhaltigen Energieversorgung der Quartiere des komplexen Wohnungsbaus auf Basis der Geothermie-Nutzung wurde entwickelt. Unter dem Motto "Gräfenhainichen - Stadt mit neuer Energie" trat die Kommune zum Wettbewerb an.

"Die Charrette hat die Bürger Gräfenhainichens motiviert sich aktiv in den Stadtumbau einzubringen. Durch die kurzen Rückkopplungsprozesse mit Experten und der Verwaltung konnten anstehende Entscheidungen kurzfristig getroffen werden", bestätigt Harry Rußbült. "Nicht nur der 1. Preis im Wettbewerb Stadtumbau Ost hat das Beteiligungsverfahren nachhaltig bestätigt."


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